Nachwuchsretter hatten riesigen Spaß bei 24-Stunden Übung

Weidenau. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Siegen-Mitte führten jetzt eine 24-Stunden Übung durch. Was bundesweit bei zahlreichen Jugendfeuerwehren schon fast Tradition geworden ist, wurde bei den Weidenauer Nachwuchsrettern in diesem Jahr erstmalig durchgeführt. Begonnen hat die Schicht am Freitagmittag, nachdem einige der Jugendlichen mit so viel Gepäck angereist waren, dass man denken könne, sie wollten im Feuerwehrhaus einziehen. Nach einer kurzen Einweisung in den Tagesablauf wurden dann die Fahrzeuge und Geräte auf Funktion und Vollständigkeit überprüft. Im Anschluss daran gab es wie bei den hauptamtlichen Kräften eine Kurzausbildung in „Knoten und Stiche“ und „Erster Hilfe“. Die Kurzausbildung wurde jedoch durch den ersten Übungseinsatz unterbrochen. An der Universität in der Adolf-Reichwein-Straße hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Hier mussten die Jugendfeuerwehrleute anhand der Laufkarten erst einmal den ausgelösten Rauchmelder aufsuchen und vor Ort erkunden, warum dieser ausgelöst hatte. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Bei Bauarbeiten war Staub in den ausgelösten Rauchmelder eingedrungen und hatte für den Feueralarm gesorgt. Wieder zurück im Feuerwehr-Gerätehaus führte man dann die Kurzausbildung weiter fort. Unter dem Feuerwehr-Ritual „Das muss nicht schmecken, dass muss nur viel und warm sein“, bereiteten die Jugendlichen dann das Abendessen vor. Doch auch dieses musste wie im richtigen Feuerwehralltag, bedingt durch einen Einsatz erst einmal warten. Auf dem Dach einer Lagerhalle an der Weidenauer Industriestraße wurde eine bewusstlose Person gemeldet. Hier konnten die jungen Feuerwehrleute ihr vorher, in der Kurzausbildung erlerntes Wissen in die Praxis umsetzen. So wurde nach dem aufstellen einer zweiteiligen Steckleiter und dem Vorgehen des Angriffstrupps die bewusstlose Person in die stabile Seitenlage gebracht. Anschließend wurde sie mittels Schleifkorbtrage über die Steckleiter gerettet. Nachdem auch dieser Einsatz abgearbeitet war, freuten sich die Feuerwehrleute natürlich erst einmal auf ihr wohlverdientes Abendessen. Nach dem Essen dachten die Jugendlichen daran, so langsam in den gemütlichen Teil überzugehen. Teilweise schon im Schlafanzug wurde der gemütliche Teil doch wieder durch einen Einsatz unterbrochen. Eine gemeldete Rauchentwicklung in der Siegstraße stellte sich schnell als Fehlalarm heraus, so dass ein Ausrücken für die Feuerwehr nicht erforderlich war. Dann war es endlich soweit und die allgemeine Nachtruhe begann. Der Schulungsraum wurde in eine Schlafstätte verwandelt. Doch mit ausschlafen am nächsten Morgen war leider auch nichts. Denn um kurz vor sieben Uhr, während die aktiven Kameraden schon geraume Zeit auf den Beinen waren und zu einer großen Alarmübung ins Ruhrgebiet gestartet sind, ertönte für die Jugendfeuerwehr erneut der Alarmgong für einen Pkw-Brand. Doch auch dieser konnte schnell gelöscht werden. Nach einem deftigen Frühstück wurden noch diverse allgemeine Aufräumarbeiten durchgeführt, bis dann am Mittag die erste 24-Stunden Schicht beendet werden konnte. Fazit der Jugendlichen: „Dies wollen wir jetzt regelmäßig machen, das hat riesigen Spaß gemacht“.

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