Übung unter hygienischen Bedingungen – Nachwuchsretter der Jugendfeuerwehr beschäftigten sich mit der „Hygiene im Feuerwehrdienst“

Mit dem Thema „Hygiene im Feuerwehrdienst“ beschäftigten sich jetzt die Mitglieder unser Jugendgruppe, der Jugendfeuerwehr Siegen-Mitte.
Da dieses Thema heut zu Tage immer akuter wird und Hygiene insbesondere bei Feuerwehren und den Rettungsdiensten immer weiter ausgebaut wird, wurden auch die Nachwuchsretter der Weidenauer Jugendfeuerwehr jetzt für dieses Thema sensibilisiert.
Zunächst begann der Übungsdienst mit einem theoretischen Teil. Hier wurde den Kindern und Jugendlichen die Richtige Anwendung der Hygiene erläutert. Hier ging es unter anderem um die Einhaltung der „Schwarz-Weiß Bereiche“ für kontaminierte Einsatzkleidung und der normalen Straßenkleidung sowie um die Gefahren, mit denen Feuerwehrleute in vielen ihrer Einsätze konfrontiert werden und woran sich Feuerwehrfrauen und -männer infizieren können. Ein weiterer Themenpunkt war, wie schnell sich Keime und Bakterien ausbreiten können, und das nicht nur im Feuerwehrdienst, sondern auch im ganz normalen Alltag. Dies wurde anhand eines kleinen Videos erläutert.
Nachdem etwa 45-minütigen Unterricht gab es dann noch eine kleine praktische Übung. Ein Mitglied der Jugendfeuerwehr musste sich aus einem mit Lebensmittelfarbe „kontaminierten“ Einweg-Schutzanzug befreien, ohne mit dieser Farbe in Berührung zu kommen. Diese Übung ähnelte einem Gefahrguteinsatz, bei dem die aktiven Einsatzkräfte unter dem Einsatz von Chemikalienschutzanzügen (kurz CSA) mit giftigen Stoffen in Berührung kommen. Hier wurde schnell klar, dass dies nur in Teamarbeit und mit sehr großer Disziplin funktioniert.

Text: Jörg Büdenbender; Fotos: Matthias Bülow

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Wasserrettung an der Sieg – Löschzug Weidenau übte gemeinsam mit Hauptamtlicher Wache

Seit knapp 2 Jahren führen einige Löschzüge und Gruppen der Feuerwehr Siegen, deren Ausrückebereich von einem fließenden Gewässer durchkreuzt wird, spezielle Wasserrettungssets auf Ihren Löschfahrzeugen mit.  Auch der Löschzug Weidenau verfügt über ein solches Set, bestehend aus 2 Schwimmwesten, speziellen Helmen und Leinenbeuteln.

Vergangenen Montag, den 29.02.bot sich uns die Möglichkeit, eine nicht ganz alltägliche Übungseinheit zu absolvieren und unser Wissen auf dem Gebiet der Wasser- bzw. „Strömungsrettung“ entsprechend zu vertiefen:

Zusammen mit der Wachabteilung III der Hauptamtl. Wache der Feuerwehr Siegen, unter Leitung des als Strömungsretter speziell ausgebildeten stellv. Wachabteilungsleiters HBM Holger Weber, konnten wir mit einer Abordnung von 7 Personen einmal selbst die verschiedenen Möglichkeiten und Techniken der Rettung einer Person aus schnell fließenden Strömungen erproben und üben. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung in die Ausrüstungsgegenstände und das Vorgehen bei solchen Einsatzlagen, ging es direkt an die praktische Umsetzung: Hierzu wurden jeweils 2 Kameraden mit entspr. Strömungsretter- Anzügen, wie Sie durch die Hauptwache vorgehalten werden, ausgerüstet und zusätzlich mit einer Rettungsweste bekleidet. Ihre Aufgabe sollte es sein, die in die Sieg „gefallene“ Person (gespielt von dem aus unseren Reihen stammenden BM Timo Weber, welcher privat leidenschaftlicher Taucher ist), im vorbeitreiben durch Zuwurf der Rettungsleine, oder alternativ, durch abfangen im Gewässer, heraus zu ziehen. 2 Weitere Kameraden wurden ebenfalls mit Rettungswesten ausgestattet und fungierten als Sicherungstrupp für die beiden Retter. Schnell wurde deutlich, was für Geschwindigkeiten eine Person, die in eine Strömung geraten ist, aufnehmen kann und wie kräftezerrend sich deren Rettung gestaltet. Hierzu wurden uns jeweils verschiedene Möglichkeiten und die benötigten Techniken und Kniffe veranschaulicht. Auch Siegens stellv. Leiter der Feuerwehr Thomas Adamek schaute kurz vorbei um die Übung vom sicheren Ufer aus zu beobachten. Trotz der vorherrschenden Aussentemperatur von ~5 Grad, sowie einer deutlich darunter liegenden Wassertemperatur (!) hatten alle Beteiligten viel Freude an dieser sehr lehrreichen Ausbildungseinheit. So konnte man nach Abschluss ein durchweg positives Fazit ziehen und war sich einig, eine Übung dieser Art nochmals durchzuführen.

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Bilder: M.Bülow / D. Seelbach

4. März 2016 | Publiziert in: Übungen Kommentarbereich geschlossen

Rettungsdienst zu Gast bei den Nachwuchsrettern der Jugendfeuerwehr

Die Mitglieder der Weidenauer Jugendfeuerwehr erlebten jetzt einen etwas anderen Dienstabend. Zu Ihrem Übungsthema „Retten von Personen“ bekamen die Mädchen und Jungen tatkräftige Unterstützung durch die Abteilung „Einsatzdienste“ des DRK Siegen-Nord. Nach einer kurzen Begrüßung durch die beiden Rettungssanitäter Mirko Ullrich und Jörg Büdenbender hatten der Feuerwehrnachwuchs zunächst einmal die Möglichkeit einen Rettungswagen aus nächster Nähe zu erkunden. Ihnen wurde nahezu das komplette medizinische Equipment gezeigt und ausführlich erklärt. Anschließend durften sämtliche Lagerungsmöglichkeiten von Patienten ausprobiert werden. Vom einfachen Transport auf der Krankentrage bis hin zum schonenden Transport auf der Vakuummatratze. Auch die Gerätschaften des Rettungsdienstes warfen zahlreiche Fragen bei den Jugendlichen auf. So wurde kurzerhand eine kleine Übung durchgeführt. Hierzu wurde angenommen, dass zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr auf dem Weg nach Hause einen ihrer Kameraden auf dem Boden liegend vorfinden. Nachdem sie die Person angesprochen hatten, sollten sie heraus finden, welche Verletzungen bzw. Erkrankungen ihr Kamerad hat und diese im Rahmen ihrer Ersten Hilfe Möglichkeiten entsprechend versorgen. Wenig später kam dann der Rettungsdienst dazu und die beiden Jugendfeuerwehrkameraden konnten, wenn auch zunächst mit einigen Anlaufschwierigkeiten, eine sehr gute Übergabe an den Rettungsdienst machen. Anschließend wurde der Patient dann mit Hilfe der beiden „Ersthelfer“ fachmännisch versorgt und später auf die Krankentrage umgelagert und in den Rettungswagen verbracht wo dann die weitere Versorgung stattfand. Parallel dazu bekamen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr auch erklärt, wie man eine Person schonend retten und in Sicherheit bringen kann.

Fazit des Dienstabends durch die Jugendlichen: „Es war Mega Geil!“

Bereits ein paar Tage zuvor war das DRK aus Weidenau zu Gast bei den aktiven Kameraden des Löschzuges Weidenau. Hier ging es zum einen darum, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst zu vermitteln und darum, wie eine verletzte Person, beispielsweise nach einem Verkehrsunfall schonend gerettet werden kann. Auch dieser Dienstabend fand bei dem aktiven Feuerwehrkameradinnen und -Kameraden sehr guten Anklang und endete mit reichlich Spaß auf einem Spineboard.

Text: Jörg Büdenbender; Fotos: Matthias Bülow

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4. Dezember 2015 | Publiziert in: Jugendfeuerwehr Kommentarbereich geschlossen

Jugendfeuerwehrleute bekämpfen Brand in Garage -Nachwuchsretter beenden das Sommerhalbjahr und rücken zur „Herbst-Abschlussübung“ aus

Die Mitglieder der Weidenauer Jugendfeuerwehr beendeten jetzt das Sommerhalbjahr mit einer kleinen „Herbst-Abschlussübung“. Hierzu mussten sie den Brand in einer Garage auf dem Weidenauer Bauhof bekämpfen. Als die Nachwuchsretter am „Einsatzort“ angekommen waren, verschafften sich die beiden Jugendgruppensprecher Talysa Kniep und Luca Vincenti einen Überblick über die aktuelle Lage. Hierzu wurden sie von einem offensichtlich unter Schock stehenden Hausmeister in die aktuelle Lage eingewiesen. Schnell wurde klar, dass sich noch eine Person in der Garage befindet. Somit hatte die Menschenrettung oberste Priorität. Sofort lies Gruppenführerin Talysa Kniep ihren Angriffstrupp unter Atemschutz in die völlig verqualmte Garage vorgehen um nach der vermissten Person zu suchen. Hierbei entdeckte der vorgehende Trupp eine Propangasflasche und brachte diese in Sicherheit. Wenige Augenblick später konnte dann auch die vermisste Person gefunden und draußen gebracht werden. Während der erste Trupp sich in der Garage befand wurde draußen eine Löschwasserversorgung hergestellt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Die gerettete Person wurde durch einen Sondertrupp erstversorgt und auch der Hausmeister wurde durch ein Mitglied der Jugendfeuerwehr während der Dauer der Übung betreut. Nach etwa 30 Minuten konnten die beiden Jugendgruppensprecher der Übungsleitung „Feuer aus“ melden und die voraussichtlich letzte Einsatzübung für 2015 wurde erfolgreich beendet.

Nun beginnt für die Weidenauer Jugendfeuerwehrmitglieder die Wintersaison. Hier wird die nun bevorstehende kalte- und dunkle Jahreszeit dafür genutzt, einige Feuerwehrtechnische Grundlagen, die sich im Laufe des Sommers ergeben haben, aufzuarbeiten. Weiterhin steht noch ein bisschen theoretischer Unterricht auf dem Programm für das Winterhalbjahr. Selbstverständlich kommen Spiel- und Spaß bei den kommenden Übungsabenden nicht zu kurz.

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(Fotos & Text: J.Büdenbender)

Gemeinsame Übung sorgt für anspruchsvollen Einsatz – neue Herausforderungen für den Löschzug Weidenau

Für einen anspruchsvollen Einsatz sorgte jetzt eine gemeinsame Übung zwischen der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Siegen und des Löschzuges Weidenau. Angenommen wurde, dass vom Bereich des Weidenauer Bismarckplatzes drei Personen abgängig waren und als vermisst gemeldet worden sind. Die drei Personen waren gemeinsam auf einem Kegelabend in der Weidenauer Bismarckhalle. Nach einem Streit trennten sich die Wege der stark alkoholisierten Personen in unterschiedliche Richtungen. Als Einsatzleiter Stefan Schmidt sich zusammen mit dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Siegen, Thomas Adamek einen Überblick über die Lage verschafft hatte, wies er seine Gruppenführer sowie die Staffelleitung der Rettungshundestaffel um Gesine Adriaans und Karina Schmidt an einem bereitgestellten Einsatzleitwagen in die aktuelle Lage ein.

Nachdem eine Ansprechpartnerin die, die Feuerwehr verständigt hatte, eine einigermaßen brauchbare Personenbeschreibung abgegeben hatte und auch entsprechende Fotos vor Ort hinterlegen konnte, begannen die Suchteams der Facheinheit für Rettungshunde und Ortungstechnik (kurz: RHOT) unterstützt von den Weidenauer Feuerwehrkameraden mit der eigentlichen Suche.

Schon nach wenigen Minuten konnte die erste vermisste Person hinter dem Weidenauer Hallenbad gefunden werden. Als die Suchteams bei dem Opfer angekommen waren, stellte sich heraus, dass die Person offensichtlich im alkoholisierten Zustand eine Böschung hinunter gefallen ist und nun schwer Verletzt im Uferbereich der „Ferndorf“ lag. Die verletzte Person musste von den Einsatzkräften erstversorgt werden und konnte anschließend mittels einer Schleifkorbtrage gerettet werden.

Noch während die Personenrettung in vollem Gange war, konnte auch schon die zweite Person geortet werden. Sie befand sich in einer Tiefgarage hinter dem Weidenauer Sparkassengebäude und war glücklicherweise nur leicht verletzt. Das Opfer konnte mit einfachen Ersthelfer-Maßnahmen versorgt und anschließend dem Rettungsdienst übergeben werden.

Auch die dritte vermisste Person wurde zu guter Letzt dann noch durch ein Mantrailer-Suchhundeteam zusammen mit den Feuerwehrkameraden im Weidenauer Einkaufszentrum gefunden. Auch sie konnte fachmännisch Erstversorgt und später dem Rettungsdienst übergeben werden.

Zum Abschluss des gemeinsamen Übungsabends gab es eine kleine Nachbesprechung der Übung im Weidenauer Feuerwehrgerätehaus. Hieraus ergab sich, dass die eine neue Herausforderung für die Kameradinnen und Kameraden des Löschzuges Weidenau war und man sicherlich den ein oder anderen Arbeitsabschnitt noch ein wenig optimieren kann.

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31. Oktober 2015 | Publiziert in: Übungen Kommentarbereich geschlossen